Gerade in der Rolle als Eltern kann es manchmal schwierig sein, den Konsum beim eigenen Kind einzuschätzen oder diesbezüglich angemessen zu handeln. Wenn Sie sich Sorgen um den Konsum Ihres Kindes machen, Sie sich mehr Informationen zu Substanzen oder dem Hilfesystem, oder Unterstützung im Umgang mit vermehrtem Konsum bei Ihrem Kind wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Neues auszuprobieren, die eigene Identität finden, Herausforderungen begegnen und Bewältigungsstrategien aufzubauen, das sind nur einige der Aufgaben, die im Heranwachsen für Jugendliche eine wichtige Rolle spielen. Nicht selten nimmt in dieser Zeit auch Konsum Raum im Leben von Jugendlichen ein.
Daher bieten wir Fachkräften der Jugendhilfe die Möglichkeit, sich zum Konsumverhalten von Jugendlichen sowie zum Umgang damit in ihren Einrichtungen beraten zu lassen. Nehme Sie gerne Kontakt mit uns auf, um
… Gespräche als Bezugsperson, hinsichtlich eines konkreten Vorfalles (z.B. im Betreuten Wohnen) wahrzunehmen.
… Anonyme Fallbesprechungen per Telefon oder persönlich zu führen.
… Teamschulungen bezüglich des Umgangs mit Konsum bei Jugendlichen in der eigenen Einrichtung in Anspruch zu nehmen.
Mehr zum Angebot Teamschulungen
Jugendliche stehen täglich vor einer Fülle von Konsumangeboten, ob digitale Medien, Alkohol oder illegalisierte Drogen. Konsum bei Jugendlichen ist ein komplexes, vielschichtiges Thema, das Fachkräften in der Jugendhilfe häufig in der Arbeit begegnet.
Unser Schulungsangebot für Teams der Jugendhilfe umfasst schwerpunktmäßig folgende praxisrelevanten Inhalte:
- Informationen zu Substanzen
- Konsumformen im Jugendalter
- Konsummotive
- Haltung im Team
- Ist- und Sollzustand im Umgang
- Transfer zur Praxis im Alltag
Die kostenfreie Schulung ist auf einen Zeitrahmen von drei Stunden angesetzt und findet innerhalb der regulären Öffnungszeiten der Einrichtung statt. Sie kann nach Absprache sowohl vor Ort in der Einrichtung oder bei uns in der Beratungsstelle stattfinden. Fragen Sie uns gerne an und wir besprechen Ihr individuelles Anliegen.
Hart am Limit (HaLT) – Klarheit statt Chaos beim Alkohol und Cannabis
Schon mal zu viel getrunken oder Cannabis ausprobiert und dich danach mies gefühlt? HaLT hilft Jugendlichen, die riskant trinken oder Cannabis konsumieren, bewusster mit Substanzen umzugehen, ohne gleich alles zu verbieten. Hier bekommst du die Infos, die wirklich zählen: Wie wirken Alkohol und Cannabis? Welche Risiken gibt es bei Einzel- oder Mischkonsum? Was passiert im Körper? Und vor allem: Wie kannst du selbst entscheiden, wann genug ist? Unsere HaLT-Fachkräfte zeigen praktische Tipps, wie du Gruppendruck standhältst, Trink- oder Konsumspiele vermeidest oder allgemein risikoarm bleibst. Alles vertraulich, du entscheidest, was du teilst.
Die Sofortintervention in der Klinik
Wenn es mal zu viel war, sei es Alkohol, Cannabis oder beides, und du ins Krankenhaus musst, bekommst du sofort Hilfe. HaLT-Fachkräfte führen ein kurzes, vertrauliches Gespräch direkt vor Ort. So bekommst du Klarheit, Unterstützung und Tipps, um riskanten Konsum zu vermeiden und eigene Entscheidungen sicher zu treffen. Deine Eltern können danach ein separates Gespräch führen, ohne dass wir deine Infos weitergeben. Alles bleibt vertraulich.
Wir arbeiten eng mit der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen zusammen, die unsere Sofortinterventionen ermöglicht. Auf Wunsch können dort ebenfalls Elterngespräche stattfinden.
Das Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt kümmert sich um präventive Projekte wie Schulveranstaltungen.
Risiko Check
Ein paar Wochen nach der Sofortintervention kannst du beim Risiko-Check Einzel noch einmal reinschauen:
• Themen aus der Sofortintervention vertiefen
• Alltags- und Risikofähigkeiten weiter ausbauen
• Erfolge feiern und Lösungen für Probleme finden
• Bring gern einen Freund oder eine Freundin mit
• Gemeinsam Ziele prüfen und die nächsten Schritte planen
Dieser findet in der Beratungsstelle 2–3 Wochen später mit der gleichen HaLT-Fachkraft statt.
Unterstützung für Eltern und Bezugspersonen
Machen Sie sich Sorgen wegen Alkohol‑, Cannabis- oder Mischkonsum Ihres Kindes? Sie müssen nicht warten, bis ein Vorfall im Krankenhaus passiert. Unsere HaLT-Fachkräfte bieten schnell und unkompliziert Sofortinterventionen, Eltern-/Bezugspersonengespräche sowie den Risiko-Check-Einzel direkt in unseren Räumen an. Ihre Ansprechpartnerin Frau Kuchta organisiert Ablauf, Termine und zuständige Fachkräfte, damit Sie und Ihr Kind zeitnah Unterstützung bekommen, Sorgen besprechen und gemeinsam Lösungen finden.
Ansprechpersonen
Reaktiver Teil (Sofortintervention, Elterngespräche etc.):
Frau Kuchta (Drogen- und Suchtberatung, Stadt Elangen)
E‑Mail: mandy-doreen.kuchta@stadt.erlangen.de
Proaktiver Teil (Präventionsprojekte, Schulveranstaltungen etc.):
Frau Meinderink (Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt)
E‑Mail: doris.meinderink@erlangen-hoechstadt.de
Gefördert durch


